Philosophie 21 Jahrhundert

Die Löbliche Singergesellschaft engagiert sich in Pforzheim – für Pforzheim!

Die Singergesellschaft hat die Reformation und vier Kriegszerstörungen Pforzheims im 17. Jahrhundert genauso überdauert, wie den totalen Stadtuntergang im 2. Weltkrieg am 23. Februar 1945. Im Verlauf ihrer 500-jährigen Geschichte hat sich die Löbliche Singergesellschaft von 1501 Pforzheim von der mittelalterlichen Pestbruderschaft zur heutigen Gesellschaft mit sozialen und bürgerfreundlichen Initiativen entwickelt.

Obermeister, Ehrenobermeister und Vorstände der Löblichen Singergesellschaft von 1501 Pforzheim im Jubiläumsjahr 2001: v.l.n.r.: Heinz Schober, Frank Hirschfeld, Claus Kuge, Wolfgang Leppert, Paul Fuirer, Olaf Schulze, Peter Stegmaier, Hermann Weidenbach, Carsten v.Zepelin, Rolf Dettling, Matthias Stiess, Martin F. Sailer, Alois Jonitz, Rudolf Steinhart, Dr. Herbert Räuber, Hans Ulmer, Wolfram Kienzle, Peter Langemann, Hubert Spreu, Dieter Uber

Über 500 „Singer“ tragen im Jahr 2001 die 500 Jahre alte Tradition der Löblichen fort, die sich in vielfältiger Weise im sozialen und heimatgeschichtlich-kulturellen Bereich betätigt:

Rund 300 Singer treffen sich alljährlich zu ihrer Hauptversammlung
am Dreikönigstag in der Stadthalle Pforzheim

Die Gesellschaft veranstaltet regelmäßig Matineen zur Stadtgeschichte, unterstützt heimatgeschichtliche Buch- und Ausstellungsprojekte und Maßnahmen der Denkmalpflege. Die Löbliche Singergesellschaft unterstützt Institutionen der örtlichen Alten-, Jugend-, Behinderten- und Krankenpflege mit Sach- und Geldspenden zur Unterstützung ihrer Arbeit. Desweiteren wird durch „stille Hilfe“ bedürftigen Mitbürgern unbürokratisch geholfen. Die Löbliche versteht sich auch als Gesellschaft, die das Wir-Gefühl in Pforzheim stärkt. Und damit Positives für die Stadt, ihre Umgebung und den Enzkreis bewirkt. Deshalb finden sich in der Löblichen männliche Bürger aller Altersstufen und aller sozialen Schichten, um gemeinschaftlich ihre positiven Energien für diese Ziele zu vereinen.

Die Stiftung der Reifleuchter in der Landschaftsstube des Archivbaus (neben der Schlosskirche ) sind Zeichen des Engagements der „Löblichen“ für ihre Heimatstadt Pforzheim.

Die Philosophie der Gesellschaft im 21. Jahrhundert

Um die erkannten gesellschaftlichen und sozialen Aufgaben zu erfüllen, den Fortbestand der Löblichen zu garantieren und um die Gesellschaft mit neuen Impulsen für das neue Jahrtausend zu versehen, wirbt die Löbliche heute gezielt um neue und engagierte Mitglieder, die sich mit den Aufgaben, Zielen und Visionen der Löblichen identifizieren können. Und die in einer zunehmend globalisierten Gesellschaft ihre lokalen Wurzeln erkennen und erhalten wollen.
Denn: Unsere Stadt braucht persönliches Engagement!
In unserer Zeit mangelt es an uneigennützigen Vorbildern.
Die Löbliche Singergesellschaft von 1501 Pforzheim ist uneigennütziges Vorbild in Pforzheim und für Pforzheim. Die Gesellschaft wertet es als positive Entscheidung für unsere Heimatstadt, daß über 117.000 Bürgerinnen und Bürger freiwillig in Pforzheim leben, wohnen und arbeiten. Und engagiert sich deshalb nachdrücklich „pro Pforzheim“ seine Bürgerschaft, die Stadt und ihre somit für positive Strömungen, Ideen und Vorhaben, die Vergangenes, Gegenwärtiges und Zukünftiges in Pforzheim betreffen.

Die Löbliche erschließt mit Engagement der Bürgerschaft Pforzheims gerade deshalb auch historisches und heimatkundliches Wissen. U.a. mit regelmäßigen Matineen zur Stadtgeschichte. Dies ist in Pforzheim besonders wichtig und notwendig, da im 2. Weltkrieg die Zeugnisse der Geschichte unserer Kommune und ihr Stadtbild fast komplett zerstört worden sind. Und Pforzheim damit viel von seiner Identität, seiner Erinnerung und seiner Geschichte – und damit seiner Wurzeln – verloren hat. Um Erhalt und Wiedererlangen dieses Wissens bemüht sich die Löbliche: Heimat kann auf Dauer nur sein, was Mann/Frau/Kind kennt und darüber gut Bescheid weiß. Gerade auch über die lokalen und kommunalen Quellen und Wurzeln, die Schlüssel zur Gegenwart in Kultur, Architektur und Kunst, Wirtschaft, Umwelt und Sozialem sind. Neben ihren caritativen und sozialen Aktivitäten interpretiert die Löbliche Singergesellschaft heute so ihre zeitgeschichtliche Bedeutung und ihren aktiven Beitrag zum Geschehen in der Stadt Pforzheim.

Die Löbliche Singergesellschaft leistet durch positive Diskussion, Stellungnahmen sowie Handlungen ihren Beitrag zu Gegenwart und Weiterentwicklung der Stadt. Die Löbliche Singergesellschaft bekennt sich in ihrem 500sten Jahr ausdrücklich „pro Pforzheim“ – mit Herz, Hand, Verstand und Erinnerung.